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Medizin hinter Gittern
Publikationen Impressionen

Bücher zur Geschichte des Haftortes Berlin-Hohenschönhausen

 

Medizin hinter Gittern

Das Stasi-Haftkrankenhaus in Hohenschönhausen

Peter Erler, Tobias Voigt

Berlin 2011

12 Euro

ISBN 978-3-89773-673-3

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Beschreibung

Auf dem Gelände der Untersuchungshaftanstalt in der Genslerstraße befand sich bis 1990 auch das Haftkrankenhaus des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Das Haftkrankenhaus unterstand dem Zentralen Medizinischen Dienst des MfS. In ihm wurden Gefangene aus den drei Berliner Untersuchungsgefängnissen - manchmal auch aus Haftanstalten der Bezirksverwaltungen des MfS - ambulant oder stationär behandelt. Dafür standen Krankenzellen mit 28 Betten zur Verfügung. In Haft behandelt wurden unter anderem angeschossene Flüchtlinge, schwer erkrankte Häftlinge oder Inhaftierte, die in Hungerstreik getreten waren. Zwischen 1959 und 1989 wurden insgesamt 2.694 Personen in das Haftkrankenhaus eingeliefert, 377 von ihnen mehrfach. Das behandelnde Personal bestand aus Stasi-Mitarbeitern, die eng mit den anderen Abteilungen des Staatssicherheitsdienstes zusammenarbeiteten. Eine ärztliche Schweigepflicht bestand nicht. Erhalten sind Behandlungs-, Operations- und Laborräume sowie eine Röntgenstation. Das Buch vermittelt die Geschichte dieses Ortes.