Forschungsvorhaben
Die Gedenkstätte erforscht in verschiedenen Projekten die Geschichte des Haftortes und der Geschichte politischer Haft und Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszone. Die Forschungsergebnisse werden bei Veranstaltungen präsentiert und in Forschungsbeiträgen und Publikationen veröffentlicht.
Aktuelle Projekte

Räume der Repression
Forschungsschwerpunkt 2026-2030
Der Forschungsschwerpunkt wird sich in den kommenden Jahren dem historischen Haftort, dem ehemaligen Sperrgebiet und dem Stadtteil Berlin-Hohenschönhausen unter verschiedenen raumbezogenen Perspektiven widmen. Dabei werden sowohl umbaute Räume in ihrer architektonischen Ausprägung wie auch soziale Räume mit ihren Herrschafts- und Alltagsbeziehungen in den Blick genommen.
Abgeschlossene Projekte
Im Fokus des Forschungsprojekts standen jugendliche Protestakteure des Volksaufstandes rund um den 17. Juni 1953 in der DDR. Über Biografien junger Protestteilnehmender ging das Projekt den Ursachen, Abläufen und Folgen der Beteiligung am Aufstand nach. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse entwickelte das Projektteam ein modulares Lernmaterial für Schülerinnen und Schüler, das die Vielschichtigkeit der Protestereignisse vermittelt.

Das Teilprojekt des Forschungsverbundes „Landschaften der Verfolgung“ erstellte eine Datenbank, die eine valide Datengrundlage zur Haft beim Ministerium für Staatssicherheit in den Jahren 1950 bis 1989 bildet. Darauf basierend wurde eine online frei zugängliche Website zum Thema entwickelt.

Die Inhaftierten des Frauengefängnisses an der Grünauer Straße im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick mussten im benachbarten VEB Rewatex arbeiten. Die Gedenkstätte Hohenschönhausen beauftragte Forschungen zum Haftalltag sowie die Aufstellung einer Informationstafel.

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) unterhielt der sowjetische Geheimdienst bis Anfang 1950 insgesamt zehn Speziallager und drei Innere Gefängnisse. Das Totenbuch dokumentiert mehr als 700 verstorbene Insassen des Speziallagers Nr. 3 Berlin-Hohenschönhausen, deren Identitäten nach langjähriger Recherche in deutschen und sowjetischen Archiven gefunden worden waren.
