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Erinnerungsort Keibelstraße
Ansicht Keibelstraße

Aufbau eines neuen Erinnerungsortes

Erinnerungsort Keibelstraße

Neuer Erinnerungsort im Gebäude des ehemaligen Ost-Berliner Präsidiums der Volkspolizei

Der Name „Keibelstraße“ war in der DDR bis 1990 ein weithin bekanntes Symbol für Willkür und Unterdrückung. Dort befand sich das Ost-Berliner Präsidium der Volkspolizei mit einem 1951 im Innenhof errichteten Zellenbau, der als „Untersuchungshaftanstalt II“ genutzt wurde.

Als eines von zwei Gefängnissen der Ost-Berliner Volkspolizei nahm es einen exponierten Platz im Repressionssystem der SED-Diktatur ein. Hier wurden Menschen aus unterschiedlichen Gründen inhaftiert. In engem Zusammenwirken mit dem Ministerium für Staatssicherheit erfolgte die weitere Bearbeitung der Vorgänge.

Das Gefängnis ist die einzige fast vollständig erhaltene Haftanstalt der DDR-Volkspolizei und somit als authentischer Ort der Repression der SED-Diktatur von großer Bedeutung. Bis auf einige Umbauten zu Beginn der 1990er-Jahre dokumentiert es exakt den baulichen Zustand von 1989. Das Polizeigefängnis Keibelstraße ist ein einzigartiges Baudenkmal.

Aufbau eines neuen Erinnerungsortes

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat beschlossen, den Ort einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür soll der ehemalige Hafttrakt saniert und für die technischen Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs ertüchtig werden. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wurde von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit der Weiterentwicklung des Bedarfs und der baulichen Anforderungen an die zukünftige Nutzung der Räumlichkeiten aus verwaltungspraktischer, historischer und pädagogischer Perspektive beauftragt.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat von 2020 bis 2023 Forschungsvorhaben zur Geschichte des Ost-Berliner Präsidiums der Volkspolizei gefördert.


Zeitzeugenaufruf

Im engen und vertrauensvollen Austausch suchen wir Möglichkeiten, vielfältigste Lebensgeschichten in Zeitzeugeninterviews festzuhalten. Wir wollen die Erinnerungen von Betroffenen an das Präsidium der Volkspolizei, Zuführungen und an Hafterlebnisse sichern. Wenn Sie sich vorstellen können, mit uns über Ihre Erfahrungen zu sprechen, sind wir sehr gern für Sie da. Wir bedanken uns vorab für Ihr Vertrauen.

Kontakt:

Sarah Brumm 

Tel +49 30 98 60 82 405
s.brumm@stiftung-hsh.de


Kontakt

Dr. Stefan Donth

Geertje Liebig

Wissenschaftliche Referentin/ Baukoordination
Erinnerungsort Keibelstraße

Tel +49 30 98 60 82 403
g.liebig@stiftung-hsh.de

Sarah Brumm

Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Projektkoordination Erinnerungsort Keibelstraße

Tel +49 30 98 60 82 405
s.brumm@stiftung-hsh.de

Gerd Callenius

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Erinnerungsort Keibelstraße

Tel +49 30 98 60 82 448
g.callenius@stiftung-hsh.de


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