Weiter zum Inhalt
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
Zeitzeuge Hans-Jochen Scheidler bei einer Führung

Erinnerungen ehemaliger Inhaftierter erleben

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen spielen in Hohenschönhausen eine wichtige Rolle. Durch ihr Engagement Anfang der 1990er-Jahre konnte im ehemaligen Stasi-Gefängnis eine Gedenkstätte errichtet werden. Viele von ihnen sind noch heute aktiv und berichten Besuchenden von ihren Hafterfahrungen.

Michael Bradler

Referent seit 1998

„Dieser Ort zeigt zwar nicht die DDR, aber er zeigt ein maßgebliches Bild, was in der DDR eine Rolle spielte, wenn man sich nicht dem angepasst hat, was das System für richtig hielt.“

Zur Biografie

Michael Brack

Referent seit 2016

„Es ist wichtig, in unserer bestehenden Demokratie, die ich für sehr wertvoll erachte, auf eine Diktatur aufmerksam zu machen, die es ja auch in Deutschland gegeben hat.“

Zur Biografie

Reinhard Fuhrmann

Referent seit 2002

Zur Biografie

Gilbert Furian

Referent seit 1994

„Meine Arbeit in der Gedenkstätte soll dazu dienen, dass die Besucher am Ende der Führung ein Gespür dafür haben, wie wertvoll die Freiheit ist, die sie jetzt jeden Tag genießen, ohne das zu merken.“

Zur Biografie

Sigrid Grünewald

Referentin seit 2012

„Meine Eltern mussten unter den Nazis viel erdulden und leiden. Sie waren im Widerstand, mein Vater war im KZ. Leider haben sie über diese schwere Zeit nie gesprochen, ich habe erst durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand alles erfahren. Ich hatte mir nach meiner Haft vorgenommen, darüber zu berichten, damit die Zeit unter der Stasi nicht vergessen wird.“

Zur Biografie

Lutz Hildebrandt

Referent seit 2009

„Zeitzeugen sind authentisch, reflektieren die Vergangenheit und geben Orientierung für die Zukunft. Die Gedenkstätte ist der beste Ort dafür. Hier möchte ich auch in Zukunft meinen Einsatz leisten.”

Zur Biografie

Ret Langmeier

Referent seit 2010

„Die wichtigste Bedeutung unserer Gedenkstätte liegt für mich leider in ihrer Gegenwärtigkeit. Gefängnisse wie unser sog. U-Boot existieren bis heute in aller Welt. Auch die hiermit verbundene Problematik der Folter bleibt ein Thema der Gegenwart. Vergangenheitsbewältigung ist Gegenwartsbewältigung.“

Zur Biografie

Henry Leuschner

Referent seit 2013

„Ich bereue nicht, hier inhaftiert gewesen zu sein, ich will es nur nicht wiederholen. Heute mache ich Führungen, um den jungen Menschen zu erklären, was hier passiert ist. Die Welt war früher kein gerechter Ort und ist es heute in vielen Teilen auch noch nicht. Aber jeder sollte sich bemühen, sein Bestes zu tun, um daran etwas zu ändern.“

Zur Biografie

Hans-Joachim Lietsche

Referent seit 2016

Zur Biografie

Thomas Lukow

Referent seit 2021

Zur Biografie

Christian König

Referent seit 2022

„Mir ist es wichtig, gerade der jungen Generation die Bedeutung von Freiheit und Demokratie zu vermitteln - ebenso auch Aufklärung über die SED-Diktatur. Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung, aber auch die Pflicht, diese mit allen Mitteln zu verteidigen. Freiheit ist Leben!”

Zur Biografie

Friedemann Körner

Referent seit 2015

Zur Biografie

Holger Krug

Referent seit 2017

„Solange die Zeitzeugen noch leben, kann man die Geschichte von ihnen persönlich erfahren und das macht einen extremen Unterschied, ob man etwas persönlich erlebt hat oder es nachlesen muss.“

Zur Biografie

Andreas Mehlstäubl

Referent seit 2010

„Ich erzähle meine Erlebnisse stellvertretend für die, die es nicht können. Die bis heute, schwerst traumatisiert, ihr erlebtes Elend nicht in Worte kleiden können. Ich hatte ganz viel Glück.”

Zur Biografie

Erhard Neubert

Referent seit 2009

Zur Biografie

Thomas Raufeisen

Referent seit 2003

„Die Macht der SED basierte auf Lügen, Hass, Intoleranz, Verfolgung und Gewalt. In der letzten Zeit scheinen immer mehr Menschen zu denken, dass das ein normaler Umgang miteinander ist, auch solche, die sich verantwortungsvollen Positionen befinden. An Orten wie der Gedenkstätte Hohenschönhausen kann man sehr gut vermitteln, wo das hinführen kann.“

Zur Biografie

Hartmut Richter

Referent seit 1999

„Es gibt immer Menschen, die einfache Lösungen anbieten, ob es nun von links oder von rechts ist. Und ich glaube, ein junger Mensch, der so einen Ort wie diesen besichtigt hat, ist nicht mehr so empfänglich für einfache Lösungsangebote.“

Zur Biografie

Karl-Heinz Richter

Referent seit 2008

„Und jungen Menschen erklären, dass es zur Demokratie eigentlich keine Alternative gibt, das ist mein Anliegen. Das möchte ich mit Deutlichkeit den Menschen, die hier hinkommen, erklären.“

Zur Biografie

Mario Röllig

Referent seit 1999

„Eines Tages werde ich das Tor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen für immer hinter mir schließen. Aber erst wenn in jedem Geschichtsbuch steht, dass die DDR eine menschenverachtende Diktatur war.“

Zur Biografie

Torsten Rupnow

Referent seit 2014

„Heute ist das ehemalige Stasi-Gefängnis für mich ein besonderer persönlicher und historischer Ort. Manchmal, wenn ich Besuchergruppen über die Gedenkstätte führe, glaube ich gar nicht, dass ich von mir und meiner Geschichte erzähle. Faszinierend ist immer wieder, wie Besucher und besonders Schüler darauf reagieren.“

Zur Biografie

Harry Santos

Referent seit 2006

„Das Trauma ist gewichen, die Erinnerung geblieben.
Wir alle müssen wachsam sein.“

Zur Biografie

Hans-Jochen Scheidler

Referent seit 2009

„Wer in einer Demokratie schläft, wacht in einer Diktatur wieder auf.“

Zur Biografie

Monika Schneider

Referentin seit 2011

„Ich bin froh, dass ich mich dazu durchgerungen habe, hier Führungen zu machen. Es hilft, mit dem damals erlebten klarzukommen und es zu überwinden.“ 

Zur Biografie

Edda Schönherz

Referentin seit 2003

„Es ist mir eine Aufgabe geworden, besonders der jüngeren Generation zu vermitteln was sich hier abspielte. Wenn wir unsere Vergangenheit wegschieben wollen, dann werden wir in Zukunft immer wieder denselben Fehler machen.“

Zur Biografie

Hansjürg Schößler

Referent seit 2000

„Die Vergangenheit ist (...) nicht nur ein Gegenstand des Wissens“, den mensch „zu den Akten legen kann, sondern auch durch Bande der Erfahrungen, Erinnerungen, Gefühle und Fragen der Identität mit der Gegenwart und Zukunft verbunden“. [Aleida Assmann] 

Zur Biografie

Lothar Schulz

Referent seit 2015

„Besonders wichtig ist mir, das geschehene Unrecht in der DDR-Diktatur ohne Hass und Bitternis zu erläutern und damit als Kontrast die Freiheit und Möglichkeiten als hohe Werte in der Demokratie bewusst zu machen.“

Zur Biografie