20.12.2019 |
Wenn Strafe zur Qual wird

VA Kockisch
Das Verbot der Folter und grausamer, unmenschlicher, erniedrigender Behandlung oder Strafe gehört zu den wichtigsten Menschenrechten, die vor mehr als 70 Jahren verabschiedet wurden. Dass diese Rechte in der DDR massiv verletzt wurden, wird in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen deutlich. Auch heute zeichnen Berichte der Menschenrechtsorganisationen ein düsteres Bild. Expertinnen und Experten beleuchten im Gespräch den Umgang der DDR mit Artikel 5 der Menschenrechtserklärung und ziehen eine Bilanz zur heutigen Situation weltweit.

Wenn Strafe zur Qual wird

Physische und psychische Folter in DDR und Gegenwart

Donnerstag, 13.02.2020, 18 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Das Verbot der Folter und grausamer, unmenschlicher, erniedrigender Behandlung oder Strafe gehört zu den wichtigsten Menschenrechten, die vor mehr als 70 Jahren verabschiedet wurden. Dass diese Rechte in der DDR massiv verletzt wurden, wird in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen deutlich: In den Anfangsjahren wurden im Kellergefängnis Methoden physischer Gewalt angewendet. Aber auch später waren die Häftlinge seelischen Misshandlungen ausgesetzt: Schlafentzug, Isolationshaft und monatelange Verhöre sollten die Gefangenen zu umfassenden Geständnissen bewegen. Auch heute zeichnen Berichte der Menschenrechtsorganisationen ein düsteres Bild: Andersdenkende werden in vielen Ländern verhaftet und mit meist physischer Gewaltanwendung unter Druck gesetzt. Expertinnen und Experten beleuchten im Gespräch den Umgang der DDR mit Artikel 5 der Menschenrechtserklärung und ziehen eine Bilanz zur heutigen Situation weltweit.

In Kooperation mit der Bundsstiftung Aufarbeitung

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Sabine Kuder
Bundesstiftung Aufarbeitung

Dr. Helge Heidemeyer
Vorstand Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Diskussion

Prof. Dr. Thomas Feltes
Mitglied in der Anti-Folter-Kommission des Europarates

Dr. Christine Schoenmakers
Historikerin, Leibniz Universität Hannover, ehrenamtl. Mitglied bei ai

Lothar Schulz
Ehem. politischer Gefangener

Dr. Tobias Wunschik
Abteilung Forschung, BStU Berlin

Moderation: Maria Ossowski
Radiojournalistin, rbb

Anmeldung:

Telefon: 030 / 98 60 82-413
Telefax: 030 / 98 60 82-464

veranstaltungen@stiftung-hsh.de

 

Der Eintritt ist frei.