9.7.2018 | Vorankündigung

2018 LNdM rot breit
Zur Langen Nacht der Museen begrüßt die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ihre Gäste mit einem Sonderprogramm: In nächtlichen Führungen durch die einstige Haftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes erhalten sie Einblick in viele sonst verschlossene Bereiche. Verschiedene Rundgänge führen durch das ehemalige Sperrgebiet, Gefängniszellen und Verhörräume, das gespenstische Haftkrankenhaus sowie die ausgedehnten Kelleranlagen mit Häftlingsküche, Wäscherei und Mitarbeitersauna. Alle Besucher kommen garantiert wieder frei!

38. Lange Nacht der Museen

25. August 2018, 18 bis 2 Uhr

Programm

18.00 Uhr

Der verbotene Stadtteil – Das Sperrgebiet Berlin-Hohenschönhausen

Bei einer Sonderführung erkunden die Besucher das ehemalige Sperrgebiet rund um die Haftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Der Weg führt zum einstigen Arbeitslager des Staatssicherheitsdienstes, zum früheren NS-Archiv und zu den Werkstätten, in denen die Stasi-Überwachungstechnik gebaut wurde – Orte, die in keinem Stadtplan der DDR eingezeichnet waren.

18.00 bis 00.00 Uhr | stündlich

Auf den Spuren einer Diktatur – das zentrale Stasi-Gefängnis

Rund 170 Zellen und mehr als 100 Verhörräume dienten dem DDR-Staatssicherheitsdienst dazu, Andersdenkende mürbe zu machen. Ehemalige Gefangene und Historiker führen die Besucher durch die riesige Gefängnisanlage und erläutern die Methoden der Stasi.

18.30 | 20.30 | 22.30 | 0.30 Uhr

Medizin hinter Gittern – Das Stasi-Haftkrankenhaus

Für kranke und verletzte Gefangene betrieb der DDR-Staatssicherheitsdienst ein eigenes Krankenhaus. Ärzte und Pfleger waren allesamt Stasi-Mitarbeiter. Das gruseligste Hospital der DDR kann im Rahmen von Sonderführungen erkundet werden.

19.30 | 21.30 | 23.30 Uhr

In der Unterwelt der Stasi – die Keller des Stasi-Gefängnisses

Unter der Haftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes befanden sich ausgedehnte Kelleranlagen, die normalerweise für Besucher gesperrt sind. Sonderführungen führen durch die Häftlingsküche und die Mitarbeitersauna. Die Führung umfasst auch den so genannten „Grotewohl-Express“ – ein Waggon mit Mini-Abteilen zum Transport von Häftlingen, der nach dem früheren DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl benannt wurde.

Ab 23. Juli sind Tickets online und bei allen beteiligten Museen, in den Berlin Tourist Infos, bei der S-Bahn und BVG erhältlich. Bis zum 13. August gilt das Sparticket für 12 €, statt 18 € (ermäßigt 10 €, statt 12 €). Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Die Tickets gelten ab 18 Uhr für alle teilnehmenden Museen, für den öffentlichen Nahverkehr (15 bis 5 Uhr, Tarifbereich ABC) sowie für die Shuttle-Busse. Das Programmheft erscheint am 31. Juli 2018.