6.11.2019 |
Vorankündigung // 20. November 2019

Titelbild web3
Die Geschichte des ehemaligen Frauengefängnisses in der Grünauer Straße im Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick ist ein bis jetzt unerforschter Ort. Zur Erinnerung an die Schicksale der Frauen, die dort Zwangsarbeit verrichten mussten, findet am Mittwoch, den 20. November in der Gedenkstätte eine Veranstaltung mit früheren Häftlingen statt.

"Dann geh halt waschen bei Rewatex"

DDR-Strafvollzugsabteilung für Frauen in der Grünauer Straße

20. November 2019, 18 Uhr

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Wie viele Frauen in der DDR haben wohl den drohenden Spruch „Dann geh halt waschen bei Rewatex“ hören müssen? Gemeint war damit die Strafvollzugsabteilung für Frauen in der Grünauer Straße in Berlin-Köpenick, in der Insassinnen als Sonderarbeitskräfte im VEB Rewatex Zwangsarbeit leisten mussten. Das Gefängnis wurde als Ersatz für das 1973 geschlossene Frauengefängnis in der Barnimstraße im Bezirk Berlin-Friedrichshain errichtet.

30 Jahre nach Ende der DDR soll nun eine Informationstafel an die Geschehnisse in dem ehemaligen Gefängnis erinnern. Im Rahmen einer ersten Veranstaltung präsentiert die Historikerin Sandra Czech die bisherigen Erkenntnisse zum Haftort und den Haftbedingungen. Eine herausragende Rolle in der Geschichte des Gefängnisses spielt der VEB Rewatex als Arbeitseinsatzbetrieb für die Gefangenen. Das Unternehmen hatte einen wesentlichen
Einfluss auf den Alltag der Häftlinge.

Das Projekt wurde von der Gruppe für Gerechtigkeit von SED-Opfern ins Leben gerufen. Edith Fiedler, Initiatorin und ehemaliger politischer Häftling, stellt es vor. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa finanzierte das Projekt.

Programm

Begrüßung

Dr. Helge Heidemeyer, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Vorstellung der Initiative

Edith Fiedler, Zeitzeugin und Projektinitiatorin

Präsentation der Forschungsergebnisse

Sandra Czech, freiberufliche Historikerin

Diskussion

Moderation durch Dr. Stefan Donth, Leiter Forschung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Kontakt:

Telefon: 030 / 98 60 82-413
Telefax: 030 / 98 60 82-464
veranstaltungen@stiftung-hsh.de

Der Eintritt ist frei.