Outreach
Die Geschichte des Haftortes Berlin-Hohenschönhausen für alle Menschen zugänglich zu machen, liegt im Bestreben der Gedenkstätte. Um im Alltag inklusiver zu werden, zählen Maßnahmen wie der Abbau physischer und digitaler Barrieren für Menschen mit und ohne Behinderungen zu den Aufgaben. Ebenso dazu gehören die Entwicklung neuer Angebote, etwa Hör- und Tastführungen oder Führungen in Deutscher Gebärdensprache. Bei diesem fortlaufendem Prozess wird die Gedenkstätte von Expertinnen und Experten, Besuchenden, Partnerinnen und Partnern und Betroffenen unterstützt. Vielfalt und Partizipation werden dabei gelebt. In aktuellen Projekten liegen besondere Schwerpunkte auf migrantischen Sichtweisen und den Perspektiven Tauber und schwerhöriger Menschen.
Aktuelle Projekte

Perspektiv.Wechsel
Bildungsprojekt
Das Projekt "Perspektiv.Wechsel" beleuchtet migrantische Sichtweisen auf die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Im Rahmen des Bundesprogramms “Jugend erinnert” entwickeln junge Menschen eigene, forschende Zugänge zu Haftbiografien von Menschen mit Migrationshintergrund. Das Projekt beleuchtet damit den Umgang der DDR und insbesondere der Stasi mit Anders- und Fremdsein sowie die Formen der Selbstbehauptung dieser Menschen jenseits der Mehrheitsgesellschaft. Daraus entstehen neue Formate und Zugänge für ein junges und diverses Publikum.

Gemeinsam Geschichte Gestalten
Ein Multimedia-Guide für Gehörlose und Hörende
Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen entwickelt einen barrierearmen Multimedia-Guide für die Dauerausstellung “Inhaftiert in Hohenschönhausen. Zeugnisse politischer Verfolgung 1945 - 1989”.
Der Guide wird gemeinsam mit einer Fokusgruppe aus Tauben und schwerhörigen Menschen und mit Dolmetschung entwickelt. Durch diesen partizipativen Ansatz fließen ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Gestaltung des Angebots ein.
