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Räume der Repression
Historischer Bauplan Aufstockung des Verwaltungsgebäudes (Ansichten West- und Südseite), 1966.

Forschungsschwerpunkt 2026-2030

Räume der Repression

Forschungsschwerpunkt 2026-2030

Der Forschungsschwerpunkt wird sich in den kommenden Jahren dem historischen Haftort, dem ehemaligen Sperrgebiet und dem Stadtteil Berlin-Hohenschönhausen unter verschiedenen raumbezogenen Perspektiven widmen. Dabei werden sowohl umbaute Räume in ihrer architektonischen Ausprägung wie auch soziale Räume mit ihren Herrschafts- und Alltagsbeziehungen in den Blick genommen. Ziel ist es, den Haftort in Berlin-Hohenschönhausen in seiner räumlichen Dimension und in seiner Wechselbeziehung mit der Umgebung zu erschließen und in unterschiedlichen Vermittlungsformaten sichtbar und erfahrbar zu machen.

Ein erster Schwerpunkt liegt auf der systematischen Erfassung und Digitalisierung grundlegender Quellen und Daten zu den genannten Raumebenen.

Digitales Raumbuch

Teilprojekt 2026-2027

Im Rahmen der Entwicklung der digitalen Infrastruktur der Gedenkstätte widmet sich dieses Teilprojekt der Erschließung des ehemaligen Haftortes durch ein digitales Raumbuch, in dem raumbezogene Informationen zur Gefängnisanlage systematisch erfasst und zusammengeführt werden. Das Projekt ist darauf angelegt, die historischen Gebäude in ihrer Konstruktion und Materialität zu verstehen und ihre Entstehungs- und Nutzungsgeschichte nachvollziehbar zu machen.

Das heutige Gelände der Gedenkstätte umfasst rund 700 Räume auf einer Gesamtfläche von etwa 22.000 m², darunter das Kellergefängnis, der 1960 fertiggestellte Gefängnisneubau sowie das Haftkrankenhaus. Seit 1990 sind umfangreiche denkmalpflegerische Dokumentationen entstanden, darunter Fotodokumentationen, bauarchäologische Untersuchungen, Farbuntersuchungen, Lokalisierungen von Einritzungen in den Zellenwänden und weitere Materialien im Umfang von mehreren zehntausend Seiten.

Ziel des Projekts ist die zentrale Digitalisierung und Erschließung dieser Bestände sowie ihre räumliche Verknüpfung. Das digitale Raumbuch dient der langfristigen Sicherung des Wissens über die Denkmalanlage und bildet eine Grundlage für künftige Forschungs- und Vermittlungsprojekte.

Digitalisierung der historischen Bauzeichnungen

Teilprojekt 2026

Im Rahmen des Förderprogramms zur Digitalisierung von Kulturgut des Landes Berlin, getragen vom Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS), werden 100 ausgewählte Bauzeichnungen der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen aus den Jahren 1954 bis 1987 digitalisiert und erschlossen.

Die Pläne dokumentieren die Entwicklung der Gefängnisanlage über mehrere Jahrzehnte und machen bauliche sowie raumstrukturelle Veränderungen nachvollziehbar. Sie stellen damit eine zentrale Quelle dar, allgemein zum besseren Verständnis für Gefängnisarchitektur und im Besonderen für das Haftregime des Ministeriums für Staatssicherheit in der ehemaligen DDR, das sich auch in der Raumstruktur ausdrückt.

Durch die digitale Aufbereitung werden die Materialien öffentlich zugänglich gemacht – für die interessierte Öffentlichkeit, für die historisch-politische Bildung und nicht zuletzt auch für die Forschung. Gleichzeitig entsteht eine Grundlage für weiterführende Untersuchungen zur baulichen Entwicklung der Haftanstalt.

Kontakt

Dr. Elke Stadelmann-Wenz

Nicola Wündsch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin 
Projekt “Räume der Repression”

Tel +49 30 98 60 82 502
n.wuendsch@stiftung-hsh.de

Arianna Giusti-Hanza

Wissenschaftliche Volontärin

Tel +49 30 98 60 82 502
a.giusti-hanza@stiftung-hsh.de

Das Projekt “Digitalisierung der historischen Baupläne” wird gefördert von