Digitale Bildungsangebote

Bis wir Sie wieder persönlich begrüßen können, bietet Ihnen die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eine breite Auswahl digitaler Bildungsangebote. Das ganze Spektrum und Informationen zur Buchung finden Sie hier. Wir freuen uns auf Sie!

Pädagogische Arbeitsstelle

Online-Rundgang zum Haftort Berlin-Hohenschönhausen (90 Min.)

Die Gedenkstätte bietet interessierten Schulklassen einen geführten Online-Rundgang zur Ortsgeschichte des ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnisses des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR. Nach einer Einführung nimmt die Gruppe an einem Rundgang durch das Gefängnis teil. Thematisiert werden Fragen zur politischen Verfolgung, Haft und deren Folgen. Der Haftort sowie die besonders schwierigen Haftbedingungen für politische Gegner stehen hierbei im Vordergrund. Der Online-Rundgang ist kostenfrei, bis zu 30 Schülerinnen und Schüler können jeden Mittwoch per Zoom daran teilnehmen.

Kontakt und Buchung über:
Henry Wenzel
Bildung und Vermittlung |Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Telefon: +49 (30) 986 082 - 426
h.wenzel@stiftung-hsh.de

Online-Seminar: Zwischen Verhör und Isolation – Politische Haft in der DDR (180 Min.)

Die Verfolgung und Inhaftierung politischer Gegner der DDR stehen im Mittelpunkt dieses Seminars. Tausende Bürger waren im zentralen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit inhaftiert und sahen sich psychischem Druck, aber auch körperlicher Gewalt ausgesetzt. Im Rahmen des Online-Seminars erforschen die Teilnehmenden den Haftort und eine exemplarische Häftlingsbiografie. Hierzu werden Sie von einem Team, bestehend aus einer Zeitzeugin bzw. einem Zeitzeugen sowie einer Gedenkstättenpädagogin bzw. einem Gedenkstättenpädagogen, begleitet.  

Nach einer kurzen Einführung begeben sich die Teilnehmenden auf einen digitalen Rundgang. Anschließend führen sie ein Zeitzeugeninterview. 

Normaltarif
bis maximal 25 Personen: 120 Euro
Ermäßigungstarif
bis maximal 25 Personen: 90 Euro
Schülertarif
bis maximal 25 Personen: 50 Euro 

Kontakt und Buchung über:
Jens Hasselmeier
Bildung und Vermittlung |Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
pdg3.arbeitsstelle@stiftung-hsh.de

Projekt „Linken Extremismus erfolgreich kontern können – Schulung im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen“

Die Gedenkstätte in der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen setzt sich seit Jahren nicht nur mit dem historischen Kommunismus, sondern auch mit aktuellen Formen des Linksextremismus auseinander. 2020 startete das aktuelle Projekt „Linken Extremismus überzeugend kontern können – Schulung im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen“. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und richtet sich sowohl an Multiplikator*innen als auch Jugendliche.

Linksextremismus – Was ist das? (90 Min.)

Das Seminar bietet eine Einführung in das Thema Linksextremismus. Es befasst sich mit dessen historischen Wurzeln, ideologischen Strömungen und aktuellen Erscheinungsformen. Die Teilnehmenden sollen dazu befähigt werden, dogmatische und teils gewaltorientierte Weltbilder zu erkennen sowie demokratische und pluralistisch-diskursive Problemlösungen zu erarbeiten.

Die DDR – Soziales Paradies oder Unrechtsstaat? (90 Min.)

Vollbeschäftigung, Gleichberechtigung, soziale Sicherheit – bis heute betrachten einige die DDR rückblickend als soziales Paradies. Dabei wird leicht übersehen, dass das sozialistische System eine totalitäre Diktatur ohne wirkliche demokratische Mitbestimmung war und Andersdenkende verfolgte. In dem für Jugendliche konzipierten historischen Seminar wird auch auf Grundrechte der pluralistischen Demokratie eingegangen und ein kurzer Einblick in die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des MfS in Hohenschönhausen ermöglicht.

Freiheit im Sozialismus? Die DDR und die Menschenrechte (90 Min.)

Das interaktive Seminar beleuchtet Menschenrechtsfragen aus historischer Perspektive am Beispiel der DDR in den 1970er und 1980er Jahren. Es soll ein Bewusstsein für die Bedeutung von Menschenrechten und Demokratie unter gleichzeitiger Vergegenwärtigung der Ideologie und Wirkmechanismen der kommunistischen Staatsführung geschaffen werden. Mit Rückbezug auf die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird exemplarisch aufgezeigt, wie sich das Leben und der Alltag für die Bürgerinnen und Bürger in der DDR gestaltete, die auf ihr Recht auf Meinungsfreiheit bestanden, sich ihre eigenen Freiräume schaffen oder die DDR verlassen wollten.

Antisemitismus und Verschwörungstheorien (2x 90 Min.)

Für junge Erwachsene aber auch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren hat das Projektteam ein in zwei Blöcken durchführbares Seminar zu Antisemitismus und Verschwörungstheorien entwickelt. Darin wird nicht nur verschiedenen traditionellen antijudaistischen bzw. antisemitischen Zerrbildern und ihren historischen Ursprungskontexten nachgespürt. Es wird auch aufgezeigt, dass antisemitische Narrative kein Alleinstellungsmerkmal rechtsextremistischen Verschwörungsdenkens darstellen, sondern bspw. auch in den realsozialistischen Staaten reproduziert wurden.

"Linker Extremismus” - Ein Thema für den Unterricht? (45 Min.)

In diesem Online-Kaffeepausen-Seminar für Lehrkräfte werden grundsätzliche Eckpfeiler und Ausprägungen der historischen und aktuellen extremistischen Linken erläutert und zusammen mit den Lehrkräften erörtert, inwiefern dieses Thema im Unterricht als Teil der allgemeinen Demokratiebildung genutzt werden kann.

Kontakt und Buchung über:
Bildung und Vermittlung |Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
bildungsarbeit1@stiftung-hsh.de

Histories2gether

Kostenfreie Online-Seminare und Videorundgänge speziell für Berufsschüler*innen und Auszubildene

Mit dem Bau der Mauer im August 1961 war den Bürgern der DDR der Weg in die Freiheit versperrt. Aus politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Gründen versuchten viele von ihnen zu fliehen oder stellten einen Ausreiseantrag. Diesen Wunsch bezahlten sie mit politischer Verfolgung und Haft im zentralen Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen.   

Politische Verfolgung und Flucht sind aktueller denn je. Millionen Menschen fliehen aus vergleichbaren Motiven aus ihrer Heimat, beispielsweise um einer möglichen Haft zu entgehen. Oppositionelle, die im Land bleiben, sind entweder in Haft oder kämpfen auf den Straßen oder im Untergrund für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit. Mit diesem Fokus wird in so genannten Tandemseminaren eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen.

Ehemalige politische Gefangene und aktuell Geflüchtete geben hierbei Einblick in die Geschichte des Haftortes, die Biografien politisch Verfolgter und autoritäre Regime der Gegenwart. Im Zentrum der Diskussionen stehen Fragen nach politischer Emanzipation, demokratischen Bewegungen sowie zur Integration nach Flucht und politischer Haft.

Die Online-Seminare beinhalten neben einem Videorundgang durch die Gedenkstätte auch verschiedene interaktive Übungen und virtuelle Gruppenarbeitsräume.

Im Rahmen des Projekts besteht für Berufsschulen außerdem die Möglichkeit, einen 90-minütigen Videorundgang durch ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi zu buchen.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://histories2gether.de/

Kontakt und Buchung über:
Bildung und Vermittlung |Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
histories2gether@stiftung-hsh.de