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SEDNAYA
Sednaya Gefängnis Außenaufnahme

Sonderausstellung

SEDNAYA

Die Architektur von Repression und Tod in Syrien

Der Gefängniskomplex Sednaya nördlich von Damaskus wurde 1987 als „Militärgefängnis Eins“ errichtet. Unter den Diktatoren Hafiz und Bashar al-Assad diente er über Jahrzehnte als Haftort für politische Gefangene. Der Alltag im Gefängnis war hart. Tausende Inhaftierte starben durch Hinrichtungen, Folter oder mangelnde Versorgung – Sednaya wurde berüchtigt als „menschliches Schlachthaus“. 

Die Ausstellung „Sednaya: Die Architektur von Repression und Tod in Syrien“ - realisiert vom Prisons Museum e.V. in Kooperation mit UMAM Documentation & Research - nähert sich dem Gefängnis als Tatort, dessen Struktur und Geschichte umfassend dokumentiert werden müssen. Besuchende bewegen sich durch virtuell rekonstruierte Bereiche – von Zellen bis zu Hinrichtungsorten – und erhalten Einblicke in die Mechanismen staatlicher Gewalt. Zeugnisse von Überlebenden, persönliche Gegenstände und geborgene Artefakte verdeutlichen den Alltag unter extremen Bedingungen.

Die Ausstellung fördert Erinnerung, Verständnis der politischen Strukturen und die Auseinandersetzung mit den menschlichen Folgen autoritärer Herrschaft. 

Das Prisons Museum e.V. ist eine syrische Organisation mit Sitz in Berlin und Damaskus. Sie dokumentiert Beweise für Verbrechen in Gefängnissen und schafft virtuelle und physische Museumsräume für juristische Aufarbeitung, Gerechtigkeit und Erinnerung - in der MENA Region und darüber hinaus.

UMAM Documentation & Research (Beirut/Berlin) ist eine libanesische Organisation, die politische Gewalt, autoritäre Praktiken und Gefängnissysteme dokumentiert und Erinnerung, Rechenschaftspflicht und Gerechtigkeit fördert. Das MENA Prisons Forum (MPF), eine UMAM Initiative, hat in Berlin die Veranstaltungsreihe „Understanding Prisons“ organisiert.

Weitere Infos


Jeden Dienstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr ist ein Mitarbeitender der Ausstellungsteams vom Prisons Museum oder Umam Documentation & Research vor Ort und kann Ihnen vertiefende Informationen geben.

Sonderausstellung, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

  • 26. März – 27. September 2026
  • Täglich 10 – 18 Uhr
  • Eintritt kostenfrei
  • Sprachen: Arabisch, Deutsch

Die Ausstellung ist für Rollstuhlfahrende über einen Aufzug zugänglich. Wenden Sie sich für die Nutzung bitte an den Besucherdienst:

besucherdienst@stiftung-hsh.de 
Tel. +49 30 98 60 82 30

Inhaltswarnung

Diese Ausstellung enthält Schilderungen von expliziter physischer und psychischer Gewalt, Folter, Tod, Hunger und Krankheit, die möglicherweise emotional belastend wirken können.

Kooperationen