Zeitzeugenarchiv

Die wissenschaftliche Arbeit der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wird in ganz besonderer Weise durch eine enge Zusammenarbeit mit den ehemaligen politischen Häftlingen der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit geprägt. Das Zeitzeugenarchiv unterhält Kontakt zu ehemals Inhaftierten und dokumentiert ihre Haftgeschichte.

Die Stiftung ermutigt ausdrücklich alle ehemaligen Hohenschönhausener Häftlinge, als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über ihre Haftzeit zu berichten. Nach einem Erstgespräch führen unsere Mitarbeitenden ein leitfadengestütztes Interview. Es wird im Anschluss transkribiert und zusammen mit weiteren Unterlagen zur Haftgeschichte archiviert. Diese einzigartigen Dokumente stellt das Zeitzeugenarchiv in Absprache mit den Betroffenen als Quellen für historische Forschungen zur Verfügung. Wir sind sehr dankbar, dass sich bisher mehr als 800 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bereitgefunden haben, die Geschichte der Hafteinrichtungen in Hohenschönhausen aus der Perspektive der Opfer zu erzählen.

Die Aufarbeitung der Häftlingsbiografien mit den Methoden der Oral History wird durch die Dokumentation schriftlicher Unterlagen ergänzt. Das Zeitzeugenarchiv sammelt dazu Publikationen von und über Betroffene, insbesondere persönliche Dokumente wie Briefe, Fotos oder eigene Aufzeichnungen. Der Bestand umfasst rund 130 Regalmeter Archivalien, in denen sich Informationen zu etwa 4.500 Personen und über 800 Zeitzeugeninterviews befinden.

Ansprechpersonen

Dr. Stefan Donth
Tel.: 030 / 98 60 82-454
Fax: 030 / 98 60 82-464
s.donth [at] stiftung-hsh.de

Sarah Brumm
Wissenschaftliche Volontärin
Tel.: 030 / 98 60 82-33
Fax: 030 / 98 60 82-464
s.brumm [at] stiftung-hsh.de