Ausstellung in Vorbereitung

Kuecheraum 2020

In dieser Küche arbeitete ein Arbeitskommando der Strafgefangenen in Hohenschönhausen und bereitete täglich das Essen für die Untersuchungshäftlinge vor, Foto: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, 2020

In Zwangsgemeinschaft
Die Arbeitskommandos der Strafgefangenen in Hohenschönhausen

Eröffnung: Ende 2022
Ständige Ausstellung

Entgegen DDR-Recht hielt die Staatssicherheit neben den Untersuchungshäftlingen bereits verurteilte Häftlinge in Hohenschönhausen fest. Sie waren in kleinen Arbeitskommandos zusammengefasst und dienten der Staatssicherheit als billige Arbeitskräfte. Als Reinigungskräfte, Köchinnen und Handwerker gewährleisteten sie die Versorgung und Instandhaltung des zentralen Untersuchungsgefängnisses der Staatssicherheit.  

Wie sah der Alltag der Arbeitskommandos der Strafgefangenen in Hohenschönhausen aus? Warum inhaftierte die Staatssicherheit in den Arbeitskommandos gezielt einige „Geheimnisträgerinnen und Geheimnisträger“ wie die CIA-Agentin Olga Raue? Was berichten die ehemaligen Häftlinge über die Kommandos?

Diese und andere Fragen sollen in der für Ende 2022 geplanten Ausstellung beantwortet werden. Zum ersten Mal wird das Thema der Arbeitskommandos der Strafgefangenen in Hohenschönhausen in einer eigenen Ausstellung präsentiert. Bisher nicht öffentlich zugängliche Teile der Arbeits-, Wohn- und Schlafräume der Kommandos werden für Besucherinnen und Besucher erschlossen. Für das noch wenig erforschte Thema führt das Ausstellungsteam zahlreiche Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und wertet Archivbestände neu aus.

Aufruf: Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sucht nach wie vor ehemalige Häftlinge, die in einem der Strafgefangenenarbeitskommandos in Hohenschönhausen gearbeitet haben. Melden Sie sich diesbezüglich gerne bei Christine von Bose (ausstellung@stiftung-hsh.de, 030/986082-443).

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