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| Arbeitslager der Stasi in Hohenschönhausen soll verkauft werden |
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Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen warnt vor möglichem Abriss
Plan des ehemaligen Arbeitslagers im Norden
der Gedenkstätte. Die Gebäude B1 bis K stehen zum Verkauf.
Quelle: Bezirksämter von Berlin.
Das ehemalige Arbeitslager des DDR-Staatssicherheitsdienstes in der Berliner Genslerstraße soll verkauft werden. Darüber informierte am 1. Februar der Direktor der benachbarten Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe. Der gegenwärtige Eigentümer, die Holdinggesellschaft NBL, habe mitgeteilt, dass man das Gelände für eine Million Euro veräußern wolle.
Auf dem etwa 25 000 Quadratmeter großen Areal betrieb das DDR-Ministerium für Staatssicherheit von 1952 bis 1974 das so genannte Lager X. Etwa 8 000 Strafgefangene mussten dort Zwangsarbeit leisten. Die Häftlinge wurden vor allem für Bauarbeiten und Kfz-Reparaturen eingesetzt und errichteten auch das benachbarte Stasi-Gefängnis. Zugleich versuchte man, sie durch politische Beeinflussung und so genannte Kulturarbeit umzuerziehen.
Gedenkstättendirektor Knabe wies darauf hin, dass das Gelände bislang nicht unter Schutz steht. Bei einem Eigentümerwechsel drohe die Gefahr massiver baulicher Eingriffe oder sogar eines Abrisses. Er wolle deshalb mit den Verantwortlichen auf Bezirks- und Landesebene, mit dem Eigentümer sowie mit Opfervertretern Gespräche führen, wie der Ort erhalten werden kann.
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