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| Ausschreibung Hohenschönhausen-Preis 2012 |
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Der Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen schreibt zum dritten Mal den Hohenschönhausen-Preis aus. Durch den Preis sollen Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in herausgehobener Weise um die kritische Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur verdient gemacht haben. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und kann auch geteilt werden. Preisträger waren bisher der Schriftsteller Joachim Walther und der Publizist Karl Wilhelm Fricke.
Gesucht werden sowohl herausragende wissenschaftliche Arbeiten als auch interessante künstlerische Projekte oder journalistische Arbeiten, die sich mit der SED-Diktatur auseinandersetzen. Die Arbeiten können bis einschließlich 25. August 2012 beim Förderverein eingereicht oder vorgeschlagen werden. Diese sind ausschließlich zu richten an den Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen – Politische Bildung – Genslerstraße 66, 13055 Berlin. Der Preisträger wird von einer unabhängigen Jury mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Medien, Literatur, Film, Verfolgtenverbänden sowie der Gedenkstätte gewählt. Dazu gehören unter anderem der Autor Marko Martin sowie der Politik-wissenschaftler Prof. Dr. Arnulf Baring.
Die Verleihung des Preises findet zum Jahresende im Rahmen eines Festaktes in Berlin statt.
Die Preisträger Karl Wilhelm Fricke und Joachim Walter mit Dr. Hubertus Knabe und Dr. Jörg Kürschner
Mit dem Preis soll nicht nur dem Engagement der Preisträger öffentlich Respekt gezollt werden – er dient auch der Förderung der Aufarbeitungs-aktivitäten. Der Preis ist nach der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen benannt, um an das dort während der kommunistischen Diktatur begangene Unrecht zu erinnern. Heute arbeitet die Gedenkstätte an diesem Ort die politische Verfolgung und Justiz aus der Zeit der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR auf.
Der Förderverein der Gedenkstätte wurde im Jahr 2003 auf Initiative des heutigen Vereinsvorsitzenden und des Diplom-Psychologen Hans-Eberhard Zahn ins Leben gerufen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben ehemaligen Häftlingen, Bürgerrechtlern, Wissenschaftlern und Publizisten auch herausragende Personen des öffentlichen Lebens wie Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl und Bundestagsvizepräsident Dr. Hermann Otto Solms.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Jörg Kürschner
(Telefon 030 – 22 48 99 20, 0172 785 50 40,
E-Mail: info@foerderverein-hsh.de). | Zurück zur Übersicht
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