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Knapp 250.000 Menschen besichtigten 2008 die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen hat im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Wie der Direktor der Einrichtung, Hubertus Knabe, am Montag (5.1.) mitteilte, besichtigten knapp 250 000 Menschen die 1990 stillgelegte Haftanstalt. Im Jahr zuvor waren es noch 208 000 gewesen. Seit der Gründung der Stiftung vor acht Jahren haben damit mehr als 1,25 Mio. Menschen das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes besichtigt.
Die Besucher der Gedenkstätte, so Knabe, seien aus allen Teilen Deutschlands gekommen. Der Anteil der Besucher aus den neuen Bundesländern sei gleichbleibend bei 7 Prozent. Nur die Zahl der Berliner Besucher sei leicht rückläufig gewesen (von 11 auf 8 Prozent). Umso größer sei das Interesse aus den westdeutschen Bundesländern gewesen. Der Anteil der Schüler und Auszubildenden hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 55 auf 49 Prozent verringert. Eine wachsende Zahl von Besuchern sei aus dem Ausland gekommen (plus 18 Prozent zum Vorjahr). Knabe führte den Anstieg der Besucherzahlen auf ein wachsendes Interesse an der DDR-Vergangenheit zurück. „Je länger die SED-Diktatur Geschichte ist, desto mehr wollen die Leute wissen, was damals wirklich geschah,“ erklärte der Historiker.
Besucherentwicklung 1994-2008
(Zum Vergrößern bitte auf Grafik klicken)
- Download: Besucherentwicklung von 1994 bis 2008.
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