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Geheimer Sperrbezirk
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Toreinfahrt zum Sperrgebiet, Freienwalder Straße.
Aufnahme etwa Ende der Achtzigerjahre.
Die Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen befand sich in einem großen militärischen Sperrbezirk. Für unbefugte Personen waren von außerhalb nur geschlossene Blechtore, Wachtürme, Überwachungskameras und bewaffnete Sicherungskräfte zu sehen. In den Stadtplänen von Ost-Berlin war das Gelände als Leerfläche eingezeichnet.
Das Sperrgebiet wurde bereits 1945 vom sowjetischen Geheimdienst eingerichtet und war nach dem “Militärstädtchen” in Berlin-Karlshorst das zweitgrößte seiner Art in der ehemaligen deutschen Reichshauptstadt. Innerhalb der Absperrungen befanden sich bis 1946 das Speziallager Nr. 3 und bis 1948/49 ein Haft- bzw. Zwangsarbeitslager; außerdem saß hier die Abteilung Speziallager des sowjetischen Innenministeriums. Von 1947 bis 1951 befand sich außerdem die zentrale Untersuchungsabteilung des sowjetischen Staatssicherheitsdienstes in Hohenschönhausen.
1951 übernahm der Staatssicherheitsdienst der DDR das Sperrgebiet. Neben dem zentralen Untersuchungsgefängnis, dem Arbeitslager “X” und den beiden Abteilungen, die für die Durchführung von Strafverfahren zuständig waren, hatten hier noch eine Reihe weiterer MfS-Einrichtungen ihren Sitz: der Operativ-Technische Sektor (OTS), der unter anderem für die Herstellung von Abhöranlagen, versteckten Kameras und falschen Pässen verantwortlich war; die Abteilung Bewaffnung/Chemischer Dienst (BCD), die die Waffen der MfS-Mitarbeiter wartete und die Vorbereitungen für den Kriegsfall organisierte; Teile der Verwaltung Rückwärtige Dienste (VRD), die die Bauvorhaben, Kraftfahrzeuge und Gästehäuser des MfS betreute; schließlich eine Kantine und ein Objekt der Hauptverwaltung A (HVA), von dem aus elektronische Spionage im Westen betrieben wurde. Nach dem Komplex in der Normannenstraße, dem Sitz des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke, war das Sperrgebiet in Hohenschönhausen der größte MfS-Standort in Berlin.
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