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Dienstsitz der Haftabteilung des MfS
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Verwaltungsgebäude der ehem.
Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit.
Auf dem Gelände der Untersuchungshaftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen befand sich auch die für die Gefängnisse des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) verantwortliche Abteilung XIV. Sie war in erster Linie für die zentralen Untersuchungshaftanstalten (UHA) des MfS in Berlin-Hohenschönhausen (UHA I) und Lichtenberg (UHA II) sowie das Haftkrankenhaus zuständig. Uniformierte Mitarbeiter der Abteilung nahmen die Häftlinge bei ihrer Einlieferung in Empfang, führten die obligatorischen Körperdurchsuchungen durch und sperrten sie in den Zellen ein. Regelmäßig beobachteten sie die Gefangenen durch den Türspion, reichten ihnen das Essen durch die Türluke und brachten sie zur Vernehmung. Beim Öffnen der Zellentür mussten die Häftlinge zurücktreten und sich mit ihrer Gefangenennummer melden.
Die Abteilung XIV war auch für die Anleitung und Kontrolle des Wachpersonals in den 15 MfS-Untersuchungsgefängnissen der einzelnen Bezirke zuständig. Sie verfügte 1989 über 255 Mitarbeiter. Seit 1963 wurde sie von Siegfried Rataizick geleitet, der sich 1984 an der Juristischen Hochschule des MfS in Potsdam zum Dr. jur. promovieren ließ. Seit 1975 bekleidete er den Rang eines Oberst.
Das Leitungsbüro befand sich in einem Seitenflügel der früheren Großküche und späteren sowjetischen Internierungslagers. Häftlinge mussten das Backsteingebäude 1966/67 im vorderen Teil um zwei Etagen aufstocken. In dem Gebäude befanden sich auch Umkleide- und Konferenzräume sowie Büros der Abteilung, im ehemaligen Kellergefängnis (“U-Boot”) gab es eine Sauna. Als der Staatssicherheitsdienst Anfang 1990 aufgelöst wurde, übernahm das Ministerium des Innern der DDR das Gefängnis.
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